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Wenn der Wunsch nach einem Kind in Erfüllung geht, ist
dies für die Eltern ein wunderbares Geschenk und einer der
schönsten Erfahrungen des Lebens.

Auf dem Weg dahin möchten wir Ihnen zur Seite stehen.

Sie sind hier: Behandlung im Ausland

Behandlung im Ausland

Zunächst eine klare Feststellung:

Der Blastozystentransfer ist in Deutschland erlaubt!

Die Behandlung im Ausland lohnt sich nicht, insbesondere dann nicht, wenn zum Teil unseriös der vermeintliche Kostenvorteil oder ein fraglich höherer Behandlungserfolg (1.) angeführt wird. Diese Behauptungen sind meist irreführend oder oft auch richtiggehend falsch. Genauso wie die Behauptung, der Blastozystentransfer (2.) sei in Deutschland verboten.

1. Behandlungserfolg

Um Zahlen wie Schwangerschafts- und Geburtenraten vergleichen zu können, muss sichergestellt sein, dass auch wirklich jede Behandlung erfasst und mitberechnet wird, um nicht durch das Weglassen schlechter Verläufe die Statistik zu verfälschen. Dies ist aber nur möglich, wenn jeder Zyklus schon erfasst, d.h. unveränderbar elektronisch registriert wird, bevor das Ergebnis, nämlich der Ausgang einer Punktion oder gar eine Schwangerschaft bekannt sind. Dies nennt man prospektive Erfassung. Diese Art der Erfassung gewährleistet international bislang ausschließlich das deutsche IVF-Register (Einführung der Prospektivität 1997). Daher sind nur allgemein gefasste Prozentzahlen, vor allem solche, die keine Bezugsgrößen haben oder wenn die Angabe des Beobachtungszeitraumes fehlt, von sehr zweifelhafter Bedeutung.

Unser aktuelles Zertifikat für die Teilnahme an der Qualitätskontrolle des DIR finden Sie hier.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige, sicher nicht vollständig aufgezählte Gesichtspunkte nennen, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten, falls Sie eine Behandlung im Ausland erwägen:

  Erfahrung des Zentrums
Welche Qualitätssicherungsmaßnahmen werden zugesichert?
Nachvollziehbare, ehrliche Statistik des Zentrums über die gesamten Jahre und nicht nur eine vermeintliche Erfolgsquote, die nicht überprüfbar ist
Gibt es differenzierte Angaben, z.B. über die verschiedenen Altersgruppen und in Abhängigkeit von der Anzahl der zurückgesetzten Embryonen?
Welche gesetzlichen Regelungen bestehen oder ist "Alles möglich" und damit auch erlaubt (Missbrauch nicht ausgeschlossen!!!)?
Werden die Mehrlingsraten genannt? (Bereits bei Zwillingsschwangerschaften, besonders aber bei Drillingsschwangerschaften, können die Risiken für Mutter und Kinder deutlich zunehmen.)
Eine hohe Mehrlingsrate (meinst zurückzuführen auf den Transfer von drei oder gar mehr Embryonen) kann der Hintergrund für einen mit der zunehmenden Kommerzialisierung verbundenen Erfolgsdruck sein.

 

Unabhängig davon, dass bekanntermaßen Qualität auch ihren Preis hat, sehen wir unsere Aufgabe nicht darin, falsche Vorstellungen zu wecken oder unrealistische Versprechen zu machen. Vielmehr wollen wir Sie auf höchstem medizinischem Niveau behandeln und haben den Anspruch, Ihnen dies auch nachvollziehbar darlegen zu können.

Lesen Sie hierzu auch gerne den kürzlich in der Zeitschrift "gyne - Fachzeitschrift für den Arzt der Frauen" erschienenen Artikel "Reproduktionsmedizin in Deutschland - kein Grund sich zu verstecken" von Rechtsanwalt Johannes Daunderer, Fachanwalt für Medizin- und Strafrecht. Oder den in der Zeitschrift "Frauenarzt" in der Ausgabe 56 (2015) Nr. 1 erschienenen Artikel "10 Jahre deutscher Mittelweg - Eine patientenfreundliche Auslegung des Embryonenschutzgesetzes" von Monika Frommel und Christian J. Thaler.

Die in Deutschland verbotene Eizellspende darf aus rechtlichen Gründen nicht erörtert werden. Sie ist aber in vielen allgemein informierenden Internet- und Diskussionsforen berücksichtigt.

 

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